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Unternehmensbewertung Handwerk

Handwerksbetrieb bewerten — Methoden, Multiples & Kosten

Jedes Jahr suchen rund 38.000 Handwerksbetriebe in Deutschland einen Nachfolger. Wer seinen Betrieb verkaufen oder übergeben will, braucht zunächst eine fundierte Bewertung — als Verhandlungsanker und Entscheidungsgrundlage. Werkwert liefert eine kostenlose Erstbewertung auf Basis branchenspezifischer EBITDA-Multiples und aktueller Transaktionsdaten.

Kurzantwort

Ein Handwerksbetrieb wird in Deutschland meist mit dem 3- bis 6,5-fachen EBITDA bewertet. Der genaue Multiple hängt von Branche, Kundenstamm, Inhaber-Abhängigkeit und Ertragsstabilität ab. Werkwert berechnet den Unternehmenswert kostenlos auf Basis aktueller Marktdaten.

Welche Methode passt für die Bewertung eines Handwerksbetriebs?

In der Praxis setzen sich bei kleinen und mittleren Handwerksbetrieben ertragsorientierte Verfahren durch — allen voran das Multiple-Verfahren auf Basis des EBITDA. Der Grund ist einfach: Ein Käufer erwirbt nicht die Bilanzsumme, sondern den nachhaltigen Ertrag, den der Betrieb auch nach der Übergabe erwirtschaftet. Der Substanzwert (Maschinen, Fuhrpark, Werkzeug, Lager) bildet dabei die Untergrenze und wird vor allem bei anlagenintensiven Betrieben relevant. Das DCF-Verfahren ist für die meisten Handwerksbetriebe zu aufwändig und zu annahmegetrieben — es lohnt sich erst bei größeren, planungsstarken Unternehmen.

So funktioniert das EBITDA-Multiple

Ausgangspunkt ist das bereinigte EBITDA — der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, normalisiert um ein marktübliches Inhabergehalt und um einmalige Effekte. Dieses bereinigte EBITDA wird mit einem branchenüblichen Faktor multipliziert. Ein SHK-Betrieb mit 150.000 € bereinigtem EBITDA und einem Multiple von 5 käme so auf einen indikativen Unternehmenswert von rund 750.000 €. Die Multiples unterscheiden sich deutlich je Gewerk:

  • SHK (Sanitär, Heizung, Klima): 4–6×
  • Elektro: 4,5–6,5×
  • Dach / Bau: 3–4,5×
  • Solar / Photovoltaik: 5–7×

Was den Multiple nach oben oder unten treibt

Zwei Betriebe derselben Branche können sehr unterschiedliche Multiples erzielen. Entscheidend ist, wie übertragbar und stabil der Ertrag ist. Diese Werttreiber wiegen am schwersten:

  • Inhaber-Unabhängigkeit: Läuft der Betrieb auch ohne den Inhaber, zahlen Käufer mehr.
  • Kundenstamm: Viele wiederkehrende Kunden statt weniger Großkunden senken das Risiko.
  • Auftragsbestand: Ein gefüllter Auftragspuffer und Wartungsverträge stabilisieren den Ertrag.
  • EBITDA-Marge: Überdurchschnittliche Margen rechtfertigen höhere Faktoren.
  • Fachkräfte: Ein eingespieltes, bleibendes Team ist im Handwerk ein harter Werttreiber.

Was kostet eine Unternehmensbewertung?

Eine klassische Bewertung durch Berater oder Wirtschaftsprüfer kostet schnell einen vierstelligen Betrag und dauert mehrere Wochen — für einen Betrieb im mittleren sechsstelligen Bereich steht das oft in keinem Verhältnis. Die Werkwert-Erstbewertung ist dagegen kostenlos und in unter 90 Sekunden verfügbar: Sie geben Branche, Region und wenige Eckdaten ein und erhalten eine nachvollziehbare Wertspanne statt einer Scheingenauigkeit. Ein Honorar fällt bei Werkwert erst an, wenn tatsächlich ein Verkauf zustande kommt.

  • 38.000 Betriebe/Jahr ohne Nachfolger (IfM Bonn 2025)
  • Ø Verkaufspreis Handwerk: 499.000 € (KfW 2025)
  • Werkwert-Bewertung: kostenlos